"Der Darm ist die Wurzel der Pflanze Mensch"


Sommer Sonne Soundsystem
Sonntag, 2. Mai 2010, 12:31
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Auf geht’s ab geht’s 36 Stunden wach:

Svennedisko DJ-Team

Svennedisko Allstars DJ-Team (Im Bild: Leuchthelch, H.'s Arm) beschallt die Walpurgis-Freitagnacht im Fluc. Tanz, Trollkarl, Tanz!

Die Partyvorbereitung: J., T. & die Band-Jungs von MY DARLING YOU! picknicken frühabendlichen Hummus (jaja, quelle surprise), Pomodori Secchi, eingelegte Artischockenherzen, Fladenbrot. Der geübte Partyelch kümmert sich schließlich verantwortungsvoll um eine rechtschaffene Unterlage – wer fastet, verliert.

Der After-Party-Snack um 04:00h morgens mit L.: Mango-Mozzarella-Caprese mit Honig-Zitronendressing & Ciabatta-Brot. Welch dekadente Freude angesichts der frühen Stunde.

Das Frühstücks-Intermezzo um 07:00h mit W. & C.: Kaffee, Kaffee, Kaffee… und warum klebt da Weichselmarmelade auf meinem Couchtisch? Kurz darauf schwingen sich alle aufs Rad bzw. den U-Bahn Sitz und werfen sich Richtung Prater.

Tanzdurchdentag

Tag der Arbeit, 09:00h: Praterwald & -wiese, der Host ist diesmal ein riesiger Ahorn, darunter haben es sich in aller Idylle ein paar Boxen und Turntables bequem gemacht. Tanzdurchdentag!

Der Soundsystem-Vitaminschub: Äpfel & Bananen für das Tanz-Volk. L., W. und C. sowie meine Wenigkeit hotten durch das hohe Gras (einige der Gäste sind zu diesem Zeitpunkt noch eher auf Sitz- bzw. Liegedisko) zur ganz grandiosen 1A-Beschallung vom TANZ DURCH DEN TAG-Team – D. / PlemPlem und D. & L. aus Barcelona. Ganz groß! Und immer schön Wasser trinken zwischendurch, und ein paar Anti-Hangover D.E.R. Drinks, die J. später vorbeigebracht hat – the one and only Stress relieving Kater cure. That’s the way we like Maibeginn.

Der wunderbare Wahnsinn wurde dann beim Aufziehen der Blumfeld’schen Grauen Wolken am späteren Nachmittag verlassen, um den Abend noch in entspannter Runde bei F.’s Geburtstagssause zu verbringen, mit übrigens einem extrem leckeren Frucht-Vanillecreme-Tiramisu, mmmh! Da fällt die Wiederherstellung der Lebensenergie gleich ein großes Stück leichter.

Was lernen wir daraus? Regelmäßige Zwischen-Mahlzeiten helfen dem feierwütigen Menschen, seine Energien beisammen zu halten bzw. die Batterien wiederaufzuladen, der (in meinem Fall) Magen sieht auch generöser über kleinere und größere Runden Bier & Wein hinweg, und der Kopf ist am nächsten Tag nicht ganz so quadratschädelig-schwer. Werde diese Hypothese weiter austesten. Es muss ja nicht immer die Käsekrainer mit dem Reperaturseidel sein.

Jetzt wird jedenfalls erstmal gechillt und weiter recoverisiert- dabei hilft zur Feier des Tages ein weiterer homemade Café Latte (Koffein-Dröhnung in kleinen Dosen sei erlaubt) und wie immer der famose J. mit FM4 Sunny Side Up. Hätte hier gerne das vorhin gespielte themenrelevante “When The Sun” von Tahiti 80 verlinkt, aber nachdem da ad hoc kein brauchbares Video zu finden ist – hier ersatzweise “Changes”. Gibt dem Maibeginn immerhin den richtigen Drive.



Kontemplation 1: Gras.
Dienstag, 13. April 2010, 14:11
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Rekordbesucherzahlen in den vergangenen Tagen auf diesem bescheidenen Blogprojekt voll egozentrischer Hysterie und Technostress – bin anscheinend ein vollkommen credibiles Testimonial für das Thema Stress, Überraschung. Stolpere (!) auch laufend (!!) über Aussagen wie <”In Berlin beschimpfen sich übrigens die Stressjugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund jetzt nicht nicht mehr mit “Du Opfer!”, sondern mit “Du Rütli!”> by Christiane Rösinger oder <Facebook und twitter sind “Narzissmus-Stress-Medien”> by Kurt Imhof (bei seinem gestrigen Vortrag in Wien).

Entschleunig your life

Aber es hängt ja ohnehin alles zusammen, der Darm ist die Wurzel der Pflanze Mensch, aus den Wurzeln wird kein saftiges Stück Wald & Wiese oder – wenn einem das erstrebenswerter erscheint – eine ertragreiche Plantage (Gemüse, of course) wenn vor Stress nichts wächst und alle Stecklinge eingehen oder verschimmeln oder von den Schnecken gefressen werden. Und statt rumzusudern dass alles total stressig und busy und wäh ist versuch ich’s ab heute mal für 3 Tage mit konstruktiven Vorschlägen zur Verlangsamung, als mentale Einstimmung quasi zum Konfliktlösungsworkshop den ich am Wochenende in Paris besuche – und der damit verbundenen Blog-Abstinenz. Nächste Woche wird’s dann eh wieder ganz gastroenterologisch.

So here we go.

Kontemplation 1

Um die schöne Wurzel-Wald-Wiese Metapher weiterzuführen: Dem Gras beim Wachsen zusehen (nicht beim in Rauch aufgehen, Freunde). Pflanzen haben’s nicht eilig, man kann trotzdem kleine Erfolge verzeichnen, auf Wunsch den Prozess auch mit – je nach persönlicher Präferenz – existenzphilosophischen, sozialkritischen oder spirituellen Gedanken bedenken. Sternstunden der Bedeutungslosigkeit? Aber dafür homemade, ziemlich hell, und bestenfalls sogar essbar!

Kräutertöpfe 20100306

06.03.2010: Hurra, es grünt! Erfolgserlebnis! Man nehme: Töpfe, Erde, Samen (zB damals im Kombi-Angebot bei Penny um weniger als 3 EUR), täglich ein bisserl gießen, warten.

Kräutertöpfe 20100413

13.04.2010: Es grünt so very grün! Das Gras ist namentlich Schnittlauch, Basilikum und Petersü und bewuchert mein Fensterbrett.

Erdbeerlavendeltöpfe 20100413

13.04.2010: Ein weiteres Projekt - Erdbeer & Lavendel. Angesetzt und eingewässert am 27.03.2010. Vorgestern die ersten Spitzerl entdeckt, gestern dokumentiert. The story goes on...

… und wenn ich schon Christiane Rösinger in einem Darm-Blog unterbringe, genehmige ich ihr hiermit auch das naturphilosophische Schlusswort:

PS: Rösingersche Weiterhörempfehlungen gibt’s natürlich genügend, heute vielleicht “Wer wird Millionär” aus dem Hause Britta vom Album “Das schöne Leben” sowie “Wo bleibt der Mensch” von den famosen Lassie Singers… Wobei die absoluten Lassie-Höhepunkte ja eher im Bereich Beziehungsmanagement liegen mit Nummern wie “Es ist so schade” und “Liebe wird oft überbewertet” – aber das führt nun wirklich zu weit. Dann schon lieber Kräuter züchten.



All that Technostress
Montag, 12. April 2010, 10:50
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Gestriger Stress&Hysterie-Beitrag hat höchste Zugriffsrate der vergangenen Tage – ob das nur am Sonntag liegt, an dem Menschen mit Beziehungsstatus “it’s complicated” fadisiert in Facebook rumhängen, oder am knackigen Lagerfeld-Zitat, oder am Seifenblasenfoto der hübschen E., who nose. Heute jedenfalls noch ein kleiner Teil 2 – bin nämlich just heute früh via http://minderleister.soup.io/ auf folgenden Wikipedia-Artikel gestoßen:

Technostress ist eine bestimmte Unterkategorie des Phänomens Stress. Technostress wird in alltäglichen Situationen verursacht, in denen es zu einer Überforderung des Benutzers durch neue technische Geräte oder Systeme kommt. Technostress ist eine Reaktion des Körpers auf die starke psychische Belastung (Psychologie) welche durch die Technologie hervorgerufen werden kann. In vielen Weisen steht sie für den Widerstand gegen Veränderungen, welche neu eingeführte Technologien mit sich bringen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Technostress

… von den 24/7 mit Blick aufs Smartphone durch die Gegend hastenden Digital Natives der Tech Revolution mal abgesehen, die sind sicher total im Flow. Als Gegenmaßnahme rät WP übrigens:

  • - Benutzerfreundliche Hard- und Software beschaffen.
  • - Eine offene Haltung gegenüber Technologien pflegen.
  • - Sich bei Fachpersonen Hilfe holen.
  • - Sich durch Aus- und Weiterbildungen mit neuen technischen Geräten vertraut machen.

Das machen wir doch glatt, zB gestern bei B. vorbeigekracht auf einen diplomarbeitsbedingten HighEnd-Formatvorlagen-Crashkurs für advanced Anwender mit wundersamen Errungenschaften wie einer StyleRef-Feldfunktion für automatisierte Seitentitel. Wenn Microsoft Word der amphetamingeputschte Distress ist, wirkt Vitamin B. (ha, ha!) als Sedativum und in weiterer Folge zur Vermeidung von Technostress. Halleluja.

Shut Down by wimwendehalz

Auch ein Ansatz gegen Technostress by WimWendehalz

Noch schnell auf YouTube ein themenrelevantes Video reinziehen, Mensch macht sein lautes Leben leiser, und dann fleißig weiter an die Arbeit. That’s what Mondays are for.



Stress ist egozentrische Hysterie
Sonntag, 11. April 2010, 12:20
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… sagt angeblich Karl Lagerfeld. Dank für dieses Zitat an L., die es wissen muss, da sie berufsbedingt viel von gestressten Menschen umgeben ist, mich – damals – mit eingeschlossen.

Seifenblasenblasen

E. beim Seifenblasenblasen. No stress.

So. Reizmagen also. Auch stressbedingt, they say. Die liebe C. hat mir heute eine Email geschickt mit vielen Darm- und Verdauungs-Tipps aus Eigenerfahrung (mehr dazu dann die nächsten Tage) und die Sache dann so zusammengefasst:

“Deine DARMstory hat mich sehr amüsiert doch muß ich gestehen (…) beim Lesen deiner Tagesabläufe (bzw. Ess-, Trinkgewohnheiten) wundert mich dein beleidigtes Innenleben nicht, aber man lernt ja nur mit Schmerzen, dass man nicht alles gleichzeitig haben kann. (Selbsterfahrung).”

Für wahr, für wahr. Alles was ich will ist alles was ich kriegen kann. Und da bin ich wohl auch nicht die Einzige. Lifestyle-Junkies. Aber gut: Jetzt nehm ich täglich meine 1-2 Caricol für den persönlichen und allgemeinen Weltfrieden ein, halte Kaffeepause – substituiere zu Hause mit Malzkaffee und im Arbeitskontext mit Chai Latte, esse fast täglich aber immerhin sehr regelmäßig meine gastroenterologische Müsli-Mischung, werkel an meiner Ernährung im Gesamten, und bewege mich – wenn ich nicht gerade verkühlungsbedingt out of order – möglichst oft (dehnbarer Begriff, well…) im Laufschritt oder per Zweirad oder unter den gestrengen Blicken von S. das Tanzbein und andere Körperteile urban tribal schwingend. Trotzdemtrotz knallt mir immer wieder die Faust in den Oberbauch, wenn ich meine Tage zu voll spamme (geregelter Tagesablauf, wtf), mich spontan wie der Hase vor der Schlange fühle oder ganz grandios über leblose oder noch lebende Dinge ärgere – oder gleich mich selbst.

So. Wenn also meine Gastroenterologin zur Beruhigung dieses (psychosomatisch bedingten?) Reizmagens rät: “Stress reduzieren, Ärger vermeiden” – dann hab ich wohl eine Lebensaufgabe. Frei nach dem Motto: Stress hat man nicht, man macht ihn sich. Gut, es gibt nervenschonendere und nicht so entspannte Berufe, und Freizeitstress ist auch ein Zivilisationsantiproblem, aber deshalb kann man auch nicht als Einsiedler am Himalaya leben und den hauseigenen Resilienzbereich auf die 2,42 Meter rund um die Gebetszelle beschränken.

So. Also? Wie weiter… Dieser Experimental-Blog ist ja auch so eine Art Ausgleich zur Erstellung der gestrengen Diplomarbeit, über Sinn und Zweck sowie Conversion lässt sich streiten, aber man muss die Freiräume feiern wie sie fallen. Each and everyone. All you Pferde auf der Rennbahn out there – wann zuletzt auf der Weide gewesen?

Jaja ich weiß…

Oder doch? In diesem Sinne: Entspannten Sonntag allerseits. Happy weiden.

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PS (today, 13:00 Uhr, nach FM4 Sunny Side Up’scher Inspiration) – Wenn schon egozentrisch, dann so: “Me, Me, Me” !!