"Der Darm ist die Wurzel der Pflanze Mensch"


Sommer Sonne Soundsystem
Sonntag, 2. Mai 2010, 12:31
Abgelegt unter: Kuriosum,Problematik | Tags: , , , , , , ,

Auf geht’s ab geht’s 36 Stunden wach:

Svennedisko DJ-Team

Svennedisko Allstars DJ-Team (Im Bild: Leuchthelch, H.'s Arm) beschallt die Walpurgis-Freitagnacht im Fluc. Tanz, Trollkarl, Tanz!

Die Partyvorbereitung: J., T. & die Band-Jungs von MY DARLING YOU! picknicken frühabendlichen Hummus (jaja, quelle surprise), Pomodori Secchi, eingelegte Artischockenherzen, Fladenbrot. Der geübte Partyelch kümmert sich schließlich verantwortungsvoll um eine rechtschaffene Unterlage – wer fastet, verliert.

Der After-Party-Snack um 04:00h morgens mit L.: Mango-Mozzarella-Caprese mit Honig-Zitronendressing & Ciabatta-Brot. Welch dekadente Freude angesichts der frühen Stunde.

Das Frühstücks-Intermezzo um 07:00h mit W. & C.: Kaffee, Kaffee, Kaffee… und warum klebt da Weichselmarmelade auf meinem Couchtisch? Kurz darauf schwingen sich alle aufs Rad bzw. den U-Bahn Sitz und werfen sich Richtung Prater.

Tanzdurchdentag

Tag der Arbeit, 09:00h: Praterwald & -wiese, der Host ist diesmal ein riesiger Ahorn, darunter haben es sich in aller Idylle ein paar Boxen und Turntables bequem gemacht. Tanzdurchdentag!

Der Soundsystem-Vitaminschub: Äpfel & Bananen für das Tanz-Volk. L., W. und C. sowie meine Wenigkeit hotten durch das hohe Gras (einige der Gäste sind zu diesem Zeitpunkt noch eher auf Sitz- bzw. Liegedisko) zur ganz grandiosen 1A-Beschallung vom TANZ DURCH DEN TAG-Team – D. / PlemPlem und D. & L. aus Barcelona. Ganz groß! Und immer schön Wasser trinken zwischendurch, und ein paar Anti-Hangover D.E.R. Drinks, die J. später vorbeigebracht hat – the one and only Stress relieving Kater cure. That’s the way we like Maibeginn.

Der wunderbare Wahnsinn wurde dann beim Aufziehen der Blumfeld’schen Grauen Wolken am späteren Nachmittag verlassen, um den Abend noch in entspannter Runde bei F.’s Geburtstagssause zu verbringen, mit übrigens einem extrem leckeren Frucht-Vanillecreme-Tiramisu, mmmh! Da fällt die Wiederherstellung der Lebensenergie gleich ein großes Stück leichter.

Was lernen wir daraus? Regelmäßige Zwischen-Mahlzeiten helfen dem feierwütigen Menschen, seine Energien beisammen zu halten bzw. die Batterien wiederaufzuladen, der (in meinem Fall) Magen sieht auch generöser über kleinere und größere Runden Bier & Wein hinweg, und der Kopf ist am nächsten Tag nicht ganz so quadratschädelig-schwer. Werde diese Hypothese weiter austesten. Es muss ja nicht immer die Käsekrainer mit dem Reperaturseidel sein.

Jetzt wird jedenfalls erstmal gechillt und weiter recoverisiert- dabei hilft zur Feier des Tages ein weiterer homemade Café Latte (Koffein-Dröhnung in kleinen Dosen sei erlaubt) und wie immer der famose J. mit FM4 Sunny Side Up. Hätte hier gerne das vorhin gespielte themenrelevante “When The Sun” von Tahiti 80 verlinkt, aber nachdem da ad hoc kein brauchbares Video zu finden ist – hier ersatzweise “Changes”. Gibt dem Maibeginn immerhin den richtigen Drive.



Methadon, die 2te: Matcha-Latte.
Donnerstag, 22. April 2010, 18:21
Abgelegt unter: Problematik,Produkte | Tags: , , , ,

L. hat heute einen spontanen Lunch auf der Kaiserwiese ausgerufen, weil Sonne und so. Wir sind dann auf der Suche nach einem Post-Pizza Kaffee an einem Sushi-Laden vorbeigestolpert, der auf seiner Außenfassade “Matcha Latte” und “Matcha Smoothie” anpreist. Wir sind sehr mutig und gar nicht furchtsam, also gleich einen Kaffeeersatz Live-Test gestartet, nachdem in diesem Blog Anfang des Monats die Suche nach Methadon für Koffein-Junkies ausgerufen und darauffolgende Surrogat-Empfehlungen aus Sicht der illustren KommentatorInnen-Gemeinde veröffentlich wurden.

Matcha Latte

Die (oder der?) Matcha Latte: Matcha-Pulver, flüssige weiße Schokolade, Sojamilch.

Der 1. geschmackliche Eindruck: Algen. Was vielleicht daran liegt, dass das Getränk grün daher kommt und aus dem Sushi-Laden stammt, die Geschmacksknospen glauben fest an Maki. Nach ein paar weiteren Schlucken lässt der Algen-Effekt etwas nach, alles eine Frage der Gewöhnung.

Prost, Matcha Latte

Prost am Praterstern.

Der 2. geschmackliche Eindruck: Staub á la Creme. Das Matcha-Pulver, fein geriebener grüner Tee, hat nämlich einen sehr eigentümlichen Taste, ein bisschen mehlig, aber die weiße Schokolade hilft, das ganze abzurunden. Die Sojamilch ist dafür unfassbar schaumig-cremig-weich!

Matcha Latte, leer

Latte's have been drunk.

Der 3. geschmackliche Eindruck: sähmige Schwere. Nach einem Viertelliter Matcha Latte breitet sich der Soja-Schoko-Schaum in der Magengegend aus und erfüllt den Lattecionado oder auch Matchisten mit einem grünen Gefühl wohliger Wärme.

Fazit: Der Drink hat ein hohes Lifestyle-Potential und könnte dank uniquem Look-and-Taste auch in Boboville seinen Siegeszug antreten – vorausgesetzt, man gewöhnt sich an den Geschmack, der sicher nicht jedermenschs Sache ist. Ob man damit als Junkie tatsächlich vom Kaffee runterkommt, die Matcha Latte also Methadon-Qualitäten hat, müsste man in einer ausgiebigeren Testreihe ausloten. Aber einen Versuch war es wert, vielleicht auch mal einfach Sojamilch mit weißer Schokolade ausprobieren, und den Matcha-Staub weglassen…

Wer’s ausprobieren möchte: Ginza Sushi am Praterstern (1020), oder Cha No Ma Teehaus in der Faulmanngasse (1040).



Papaya-Power to the People
Montag, 19. April 2010, 10:30
Abgelegt unter: Produkte | Tags: , , , ,

K. hat mich beim kürzlichen Geburtstags-Fress-Happening darauf angesprochen, ob ich dieses “Caricol”, das ich ab und an hier erwähne, denn wirklich einnehme – und ob die Tabletten wirken. Als ich sie daraufhin aufklärte, dass das einfach gepimpte Papaya nach einem Rezept eines buddhistischen Klosters ist, meinte sie, warum ich nicht darüber etwas schreibe. Gut, also heute eine kleine Infostunde:

Papaya Caricol

Der Inhalt der Caricol-Sticks: "Papaya-Zubereitung", umgangssprachlich "Fruchtgatsch".

Caricol sind keine Tabletten, sondern eine “Fruchtzubereitung” aus Papaya – ursprünglich als Hausmittel in einem buddhistischen Tempel auf Hawaii hergestellt von der Gründerin Ji Kwang Dae Poep Sa Nim. Die Idee dahinter: Die positiven, weil verdauungsfördernden Eigenschaften der Papaya konzentrieren und vervielfachen.

Zum Start dieses Blogs hatte ich die erste Einnahme und das Geschmackserlebnis so beschrieben; ich nehme nun seit ca. 3 Wochen täglich 1-2 solcher Sachets ein – und man gewöhnt sich an den Geschmack.

Pimp your Papaya – 7x

Der sehr leckere Som Tam Papayasalat aus dem Hause ra’mien ist zwar vielleicht eine gustatorisch ausgefeiltere Variante, eine Portion der P-Frucht zu sich zu nehmen, weil die Papaya an sich eine sehr basische Frucht ist (was gegen Sodbrennen hilft) und das eiweißspaltende Enzym Papain enthält. Der positive Effekt auf die Darmtätigkeit wird allerdings nur vergleichsweise mild seine Wirkung entfalten. Das mag wohl daran liegen, dass im Rahmen der Herstellung von Caricol wie eingangs erwähnt ein Energetisierungsprozess angewendet wird – wie man es zB von TCM oder ayurvedischer Ernährungslehre kennt -, der die verdauungsfördernden Eigenschaften der Papaya versiebenfacht. Laboranalysen zeigen daraufhin eine höhere Enzymaktivität als vor der Potenzierung (getestet im Interventionsvergleich). So be it. Caricol besteht jedenfalls laut Produktbeschreibung aus 100% biologischen, baumgereiften Papayafrüchten und ist frei von Gentechnik, Konservierungs- & Farbstoffen, Verdickungsmitteln, Gluten, Lactose, Soja oder Hefen.

Pure

Mir ist die Kombination aus morgendlicher selfmade Müsli-Mischung und der Papaya-Pampe nach den Hauptmahlzeiten sehr recht, denn pflanzlich und natürlich, somit keine chemischen Substanzen, die dank Gewöhnungs- oder gar Nebeneffekten das Gleichgewicht des Organismus erst recht wieder durcheinander bringen. Was die tatsächliche Wirkung des Präperats betrifft: Ich hatte nun seit Start des Blogs und somit Beginn der Einnahme prinzipiell keinerlei Verdauungstroubles, alles hat seine Regelmäßigkeit, und die Ich-muss-gleich-platzen Symptomatik nach zu schnellem oder zu reichhaltigem Essen lässt sich damit auch ein bisschen eindämmen (außer bei absoluten Härtefällen wie 3-Tages-Geburtstagsfeten, of course). Wer’s selbst ausprobieren möchte – gibt’s in so gut wie jeder Apotheke (20 Sticks, je 20 ml – ca. EUR 21,50).

Buddhistenkloster vs. Turbolifestyle

Allerdings ist bei mir persönlich ja mehr der Reizmagen als der Reizdarm ein Thema, und nachdem ich gerade mitten im Diplomprojekts-Endspurt, Projekt-Geschichten, Family-Business und somit einer turbulenten Zeit stecke, wehrt sich mein Bauch doch immer wieder gegen Stress und Hektik. Das ist aber eine Frage des Lebensstils, und wird sich mit ein bisschen Papaya nicht so ohne weiteres umstellen lassen – außer, man nimmt diese gleich im Lotus Buddhist Monastery Hawaii ein, wo die Caricol Originalrezeptur her kommt, das wirkt sicher. Schließlich gibt es viele Faktoren, die den Organismus aus der Bahn werfen: Was man wann und wie isst, Bewegungsmangel, Umweltbelastungen, psychische Belastungen, etc. (…und nicht ohne Grund leiden wie schon erwähnt 1/5 der Bevölkerung der Industrieländer an Reizdarmsyndrom). Da könnte man gleich besser in ebenjenes Kloster gehen.

Trotzdem ist es beruhigend, eine sanfte Möglichkeit parat zu haben, um step by step Störungen oder Problemchen abzufedern und den Verdauungszyklus zu supporten. Papaya to the rescue, also.

End of Aufklärung.



Kontemplation 2: I take the Essen out of Stressen
Mittwoch, 14. April 2010, 13:45
Abgelegt unter: Rezepte | Tags: , , , , ,

Starke Suppenpräsenz in der letzten Zeit. Zum Beispiel das Pho-Happening “Vietnamese Soup Adventure” mit S. und K., oder die wiederholte Basensuppung (mit Zimt & Ingwer gegen die Verkühlung) von vergangener Woche. Oder die Gründung einer Suppen-Service-Enterprise in meinem familiären Umfeld (ab Juni) oder der Blitzblog-Dienst soup.io, wo mittler Weile immer mehr Leute und sogar Nachbarn zu finden sind. Oder gestern wetterbedingt die sehr feine Fenchel-Sellerie-Suppe bei Soupkultur in der Wipplingerstraße. Suppe, das ist kein Snack im Rennen, sondern man muss zumindest für 5 min. stehenbleiben und löffeln.

Heute auch wieder großen Suppenhunger, am Soupkultur-Menu etwas von Karotte-Kokos gelesen, dazu Rezept gegoogelt und mich dann heute mittags in leichter Abwandlung dessen an folgendem versucht:

Karotten-Kokos-Ingwer-Soup

1 kleine Zwiebel, gewürfelt

500 g Karotten, in Scheiben geschnitten

1 Schuss Weißwein

500 ml Gemüsebrühe

400 ml Kokosmilch

1 TL Ingwer, frisch geriebener (oder, wer mehr Wärme braucht: 2 TL)

1 TL Honig

1 EL Currypulver, zB die würzige BIO-Mischung aus dem EZA Weltladen

1 Messerspitze Curcuma

1 TL Kreuzkümmel a.k.a. Cumin

½ TL Currypaste (Achtung an die Veggies: beinhaltet manchmal Garnelenpaste, Fischsauce oder andere tierische Inhaltsstoffe, am Besten vor dem Kauf genau die Zusammensetzung durchlesen)

Olivenöl

Karotte-Kokos-Ingwer Soup / Setup

Auf die Plätze, schnippel-schnippel-reib, los!

1. Zwiebel in Öl anrösten, Karotten mitrösten, Currypulver + Honig dazu, mit Weisswein löschen

2. köcheln bis Flüssigkeit fast weg

3. mit Gemüsebrühe aufgießen, Ingwer dazu, 20-30 min. köcheln

4. sobald Karotten weich, Kokosmilch + Currypaste dazu, aufkochen lassen

5. … und ab mit dem Pürierstab bis zur gewünschten Konsistenz (mit etwas Biss oder ganz cremig)

Karotte-Kokos-Ingwer Soup

Karotte-Kokos-Ingwer Soup, garniert mit homegrown Petersü. Lecker! Und pfeift ganz gehörig, meine Damen und Herren.

Etwas mit Essen auf langsam haben übrigens die Herren von G-Stone anlässlich ihres hier schon erwähnten Jubelalbums ganz grandios in totaler Entschleunigung festgehalten (mehr zu finden unter www.youtube.com/user/gstonevienna):



Stress ist egozentrische Hysterie
Sonntag, 11. April 2010, 12:20
Abgelegt unter: Allgemein,Problematik | Tags: , , , ,

… sagt angeblich Karl Lagerfeld. Dank für dieses Zitat an L., die es wissen muss, da sie berufsbedingt viel von gestressten Menschen umgeben ist, mich – damals – mit eingeschlossen.

Seifenblasenblasen

E. beim Seifenblasenblasen. No stress.

So. Reizmagen also. Auch stressbedingt, they say. Die liebe C. hat mir heute eine Email geschickt mit vielen Darm- und Verdauungs-Tipps aus Eigenerfahrung (mehr dazu dann die nächsten Tage) und die Sache dann so zusammengefasst:

“Deine DARMstory hat mich sehr amüsiert doch muß ich gestehen (…) beim Lesen deiner Tagesabläufe (bzw. Ess-, Trinkgewohnheiten) wundert mich dein beleidigtes Innenleben nicht, aber man lernt ja nur mit Schmerzen, dass man nicht alles gleichzeitig haben kann. (Selbsterfahrung).”

Für wahr, für wahr. Alles was ich will ist alles was ich kriegen kann. Und da bin ich wohl auch nicht die Einzige. Lifestyle-Junkies. Aber gut: Jetzt nehm ich täglich meine 1-2 Caricol für den persönlichen und allgemeinen Weltfrieden ein, halte Kaffeepause – substituiere zu Hause mit Malzkaffee und im Arbeitskontext mit Chai Latte, esse fast täglich aber immerhin sehr regelmäßig meine gastroenterologische Müsli-Mischung, werkel an meiner Ernährung im Gesamten, und bewege mich – wenn ich nicht gerade verkühlungsbedingt out of order – möglichst oft (dehnbarer Begriff, well…) im Laufschritt oder per Zweirad oder unter den gestrengen Blicken von S. das Tanzbein und andere Körperteile urban tribal schwingend. Trotzdemtrotz knallt mir immer wieder die Faust in den Oberbauch, wenn ich meine Tage zu voll spamme (geregelter Tagesablauf, wtf), mich spontan wie der Hase vor der Schlange fühle oder ganz grandios über leblose oder noch lebende Dinge ärgere – oder gleich mich selbst.

So. Wenn also meine Gastroenterologin zur Beruhigung dieses (psychosomatisch bedingten?) Reizmagens rät: “Stress reduzieren, Ärger vermeiden” – dann hab ich wohl eine Lebensaufgabe. Frei nach dem Motto: Stress hat man nicht, man macht ihn sich. Gut, es gibt nervenschonendere und nicht so entspannte Berufe, und Freizeitstress ist auch ein Zivilisationsantiproblem, aber deshalb kann man auch nicht als Einsiedler am Himalaya leben und den hauseigenen Resilienzbereich auf die 2,42 Meter rund um die Gebetszelle beschränken.

So. Also? Wie weiter… Dieser Experimental-Blog ist ja auch so eine Art Ausgleich zur Erstellung der gestrengen Diplomarbeit, über Sinn und Zweck sowie Conversion lässt sich streiten, aber man muss die Freiräume feiern wie sie fallen. Each and everyone. All you Pferde auf der Rennbahn out there – wann zuletzt auf der Weide gewesen?

Jaja ich weiß…

Oder doch? In diesem Sinne: Entspannten Sonntag allerseits. Happy weiden.

***

PS (today, 13:00 Uhr, nach FM4 Sunny Side Up’scher Inspiration) – Wenn schon egozentrisch, dann so: “Me, Me, Me” !!



Sch(m)erzwahrnehmung: “**** The Pain Away”
Freitag, 9. April 2010, 11:00
Abgelegt unter: Problematik | Tags: , , , ,

Kleiner Exkurs aus aktuellem Anlass:

Scherz vs. Schmerz: 1:0

Meine gastroenterologische Diagnose lautet Reizmagen. Der Onkel Netdoktor sagt dazu (der Absatz wurde via copy-&-paste kopiert, schau genau…):

“Die exakten Ursachen eines Reizmagens sind nach wie vor nicht geklärt, es gibt allerdings eine Reihe von mehr oder minder gut belegten Erklärungsmodellen: So lässt sich beispielsweise bei einem Teil der Patienten eine Störung der Beweglichkeit des Magens (Peristaltik) feststellen. Eine veränderte Scherzwahrnehmung durch eine Überempfindlichkeit des Nervensystems im oberen Magen-Darm-Trakt wird ebenso als auslösender Faktor diskutiert wie eine individuelle Unverträglichkeit von bestimmten Speisen und Getränken. Vor allem Kaffee, scharfe Gewürze, fettreiches Essen und Alkohol werden von vielen Betroffenen als Auslöser für die Beschwerden angegeben.” (by http://www.netdoktor.at/krankheiten/fakta/reizmagen.shtml)

It’s all about the Scherzwahrnehmung! Wenn das Lachen in der Magengegend drückt, lieber bleiben lassen. Diese Erfahrung haben T. und ich ohnehin schon bei unseren ersten Lauftests gemacht – Lachen behindert die Atmung und somit den Trainingserfolg… veränderte Scherzwahrnehmung, mit Sicherheit. Und das mit dem Kaffee und dem Alkohol hatten wir ja schon.

Glas vs. Grant: 0:1

Veränderte Schmerzwahrnehmung, allerdings: Erst testete ich in den vergangenen Tagen meine Schmerzgrenze auf die sanfte Tour im Bereich Hals/Ohren/Kopf, bis ich dann gestern bei der Zubereitung der x-ten Tasse Salbeitee in der Küche eine Glas-Ofenform am Fliesenboden zerdepperte und daraufhin feste in die Scherben griff. Nein, ich nix Borderliner, nur temporär unfähig. Den doch recht tiefen Cut an der rechten Handaußenseite hätte ich allerdings vor Wut (die Form hatte ich gerade erst gemeinsam mit einem Lasagne-Happening-Auftrag zum Geburtstag bekommen) gar nicht so recht bemerkt, bis dann die ersten Blutpatzer am Teppich landeten.

R.I.P. Mixtur

R.I.P. Mixtur. Sorry, S.!

Das mit der Psychosomatik und in weiterer Folge dem Ausblenden von Schmerzwahrnehmung ist auch so ein Thema, aber mehr dazu ein ander Mal.

Mefenaminsäure vs. Magenschleimhaut: 3:0

Und noch mal im Ernst: Wenn Schmerzmittel auf die Magenschleimhaut losgehen, dann was tun im Falle von Zahnoperationen, Menstruationsbeschwerden oder profanem Kopfweh? Mir wurden zB im Feber 2 Weisheitszähne aus dem Kiefer geschnitten, daraufhin verzichtete ich aus Gründen der Wundheilung auf Milchprodukte, Koffein, Menthol, Alkohol und Nikotin – und nahm während der gesamten Zeit der Rekonvaleszenz tgl. 3 x 500mg Dosen eines Schmerzmittels mit dem Wirkstoff Mefenaminsäure ein. Mein Magen war mit dieser Dröhnung (jaja die Dosis) und einem Speiseplan bestehend aus Babybrei, Fruchtbrei, Linsenbrei und Fertigsuppe nicht besonders happy – ständiges Magengrummeln, zeitweise krampfartige Schmerzen und eine verwirrte Darmtätigkeit waren die Folge. Ok, das ist vielleicht ein Härtefall, aber es gibt eben auch ganz alltägliche Wehwehchen wo man gerne auf die Errungenschaften der Pharmaindustrie zurückgreift, auch regelmäßig, und dafür einen beleidigten Verdauungsapparat hinnimmt. Das magenfreundliche Schmerzmittel schlechthin wurde ja meines Wissens nach noch nicht entwickelt. Alternativen, anyone?

Peaches vs. Pain: 100:1

The only Alternative: Follow The Teaches Of Peaches.



Gesucht: Das Methadon für Koffein-Junkies (…und Social-Media Kokser)
Dienstag, 6. April 2010, 01:46
Abgelegt unter: Problematik,Rezepte | Tags: , , , , ,

Heute: Sucht. Die Allgemeine (Social Web), und die Spezielle (Social Latte) – treten bei den Betroffenen oft gemeinsam auf.

Suchtmittel 1: “Social Media sind das Kokain der Moderne” (Jochen Mai)

Zitat: „Sag mal, was ist eigentlich so besonders an Kokain?“ – „Es intensiviert deine Persönlichkeit.“ – „Okay, aber was, wenn du ein Arschloch bist?”

auf: http://karrierebibel.de/charakterverstarker-social-media-sind-das-kokain-der-moderne/

(Danke an S. für den Tweet mit diesem Link.)

Substitutionsbehandlungsmethoden: Facebook-Pausen (Stunden, Tage, Wochen, Monate), Twitter-Fasten (wie J.), Social Web-Abstinenzen (wie L.), Offline-Selbsttests (wie H.). Oder gleich den Web 2.0 Suicide.

Suchtmittel 2: “(…) dass Koffein eine physische Abhängigkeit auslöst in einer gemilderten Form von Sucht.” (T.T. Reid)

R.'s Latte

Hausgemachte Latte (2) im Hause R. Am Laptop (1) sind mindestens 3 Social Media Plattformen geöffnet. Keine Macht den Drogen?

Zitat: “Was haben Drogenabhängige, die eine tägliche Dosis Methadon bekommen, mit Menschen gemeinsam, die glauben, ohne die morgendliche Tasse Kaffee nicht funktionieren zu können?” – “Sie versuchen ihre Sucht zu befriedigen und den physischen Entzug im Zaum zu halten.”

auf: http://www.km99.de/Kaffee-Artikel/Kaffee-oder-Koffeinsucht.html

Schuldig im Sinne der Anklage. Wir Gereizten hören nach der Morgen-Latte, der Vormittags-Melange, dem After-Lunch-Espresso-Doppio, der Socializing-Latte und dem frühabendlichen Pre-Party Koffein-Kick die Magenschleimhaut “Auszeit!” schreien. Denn, dear Reizmagen: “Vor allem Kaffee, scharfe Gewürze, fettreiches Essen und Alkohol werden von vielen Betroffenen als Auslöser für die Beschwerden angegeben.” (via netdoktor). Jo eh. Doch wie substituieren, das allgegenwärtige Ritual, “Wollen wir auf einen Kaffee gehen?”, und welches Date-Status-Update drückt schon mehr aus als: “Latte’s have been drunk.” Wo ist das Koffein-Methadon, das sowohl den Bobo-Hipness-Test besteht als auch Gesellschaftstauglichkeit beim nachmittäglichen Kaffeekränzchen garantiert?

Substitutionsbehandlungsmethoden:

  • Getreide-Kaffee: Kaffeeersatz aus gemälzer Gerste, laut Wikipedia auch als Muckefuck bekannt (What the… Muck?)
  • Malzkaffee: Schmeckt süß & rund. Aber: Beware of the “Ach, ist eh nur unschuldiger Malzkaffee”-Syndrom, spätestens ab der 5. Tasse pro Tag (ca. 2 Kaffeelöffel Malzkaffeepulver pro Tasse) wird einem zwangsläufig schlecht. Die Dosis macht das (Sucht-)Gift. Selber Effekt übrigens mit – Prädikat “magenschonenden” – Kaffeeprodukten.
  • Halbe/Halbe: K. hat den Trick mit der Gewissensberuhigung noch etwas weiter ausgefeilt – sie mischt handelsüblichen Löskaffee jeweils 50% Sorte “mild” und 50% “entkoffeiniert” zusammen. Sanft wie Fencheltee, will man meinen.
  • Schmalspur-Latte: Koffeinfreier Kaffee mit Sojamilch. Schmeckt besser als es klingt. Und ja, auch Soja- oder Reismilch lässt sich schäumen. Notfalls mit dem Pürierstab (been there, done that).

Weitere hilfreiche Hinweise oder heiße Connections, anyone? Für beide Süchte.



Battle of the Bäuche
Montag, 5. April 2010, 13:16
Abgelegt unter: Problematik | Tags: , , ,

Neulich beim Oster-Picknick. Die versammelte Feier-Meute fröhnt dem Mampf-Marathon, und wie jetzt, Mozzarella schon aus? Dann reich mir mal den Rettich rüber. Kein Rettich? Gut, mir ist eh schon schlecht. Jö, T., hast du da etwa ein Lindor-Ei gefunden? Das ist für zwei, ja wirklich, lässt sich ganz leicht teilen, ich zeig’s dir…

Betreffender T. – bekannt dafür, sich gerne und ausgiebig mit Essen auseinanderzusetzen (mein Patenkind, indeed) und auch ab und an darüber zu meditieren – präsentiert gerne dem werten Publikum mehrmals täglich seine Vorderfront: “Schau! Schau! Mein Bauch ist größer!”

T. und Bauch

T. ist stolz auf seinen Bauch.

Die Tanten und Onkelz und weiteren Patchworkfamilienmitglieder amüsieren sich prächtig, überschlagen kurz Daumen mal Pi die bisher vernichteten Essensmengen und überwinden den Moment der Selbsterkenntnis mit einem hochmotivierten: “Wer will Eierpecken?! Der Verlierer muss weiteressen!”. Minzblättchen-Analogien inklusive, Monty Python FTW.

Mein Bauch ist auch größer, und wurde deshalb heute zur Frühstückszeit mit der selfmade Müslimischung beglückt. Die gefinkelten Anti-Reizmagen-Selbsttests machen nämlich überhaupt keinen Sinn, wenn ich mich feiertagsbedingt ständig überfresse und das gestrenge Symptomtagebuch eigentlich Orgienprotokoll heißen müsste. Blöd auch, dass das für heute geplante Laufdate mit K. (Zitat: “es strömt in regen!”) und H.P. wetterbedingt ausfällt – dann halt morgen, versprochen, jaja, fixx. Wenigstens gibt’s abends eine low-fat Spinatstrudelsession in der bußfertigen Großgruppe. Reue at its best. Im Übrigen bin ich der Meinung, auf Ostersonntag folgend sollte ein zweiter Aschermittwoch eingeführt werden.



Burger Bomb
Freitag, 2. April 2010, 18:57
Abgelegt unter: Allgemein,Problematik | Tags: , , ,

Rebellion. Mein Magen schreit “Meuterei” – und ich kein Caricol dabei. Obwohl die stickförmigen Sachets doch als so praktisch für unterwegs angepriesen werden; ich hab noch keine Notration in meiner Manteltasche. SSKM. Auch die entkrampfenden Kräuterträupfen für Notfälle, verschrieben von der Gastroenterologin, hab ich nicht dabei. Verdauungsschnaps ist heut ein No-Go, und Tee geht sich in 10 min. keiner mehr aus. Gnah! Dann also wenigstens zu Fuß zur Location des bevorstehenden Radiokonzertes, nach dem Essen sollst du ruhen oder 1000 Schritte tun und so… Hope that helps.

Und warum das Ganze? Weil ich grad einen Burger samt Pommes verdrückt hab, mit Bombenwirkung. Ok, vielleicht nicht die leichteste und schonendste aller Hauptmahlzeiten, aber vor 2 Wochen noch kein Problem, legt sich heut wieder irgendwas quer. Keine Ahnung was da gerade eben wieder die Magenschleimhaut in Aufruhr versetzt hat. Essgeschwindigkeit? Zeitlicher Abstand zur letzten Nahrungsaufnahme? Doch ein Kaffee zu viel? Und überhaupt, eigentlich wollte ich ja diesen Blogeintrag folgendermaßen beginnen:

Ein Hallo aus dem Cuadro im 5. Bezirk in Wien, dem schönen Margareten. Das von mir nicht nur wegen seiner wunderhübschen Innenbeleuchtung (EDV-gesteuerte Lichtwand, it says) und dem – derzeit leider noch im Umbau befindlichen – malerischen Innenhof geschätzte Schlossquadrat-Lokal bietet auch eine in Wien trotz allem Veggie- & Vegan-Missionarstum noch nicht flächendeckend anzutreffende Auswahl an feinen Burgern, alle auch in vegetarischen Varianten. Bei den Stichworten “Burger” und “vegetarisch” denkt man dieser Tage natürlich gleich an ein bestimmtes Produkt, das derzeit plakatflächenweit mit “Beef Baba” und “Nimma Wurscht” beworben wird. Falls also jemand von euch ebenjenen kürzlich wiedereingeführten Veggie Burger von McDonalds probiert hat – kniet nieder, schwöret dem Halbgott des Fast Foods ab und huldigt die lokale Göttin des Café Cuadro in Form eines hausgemachten “Bali Burger” mit indonesischer Curry Sauce und Salat.

Und jetzt? … versuche ich das Ziehen und Brennen im Oberbrauch mit gewässertem Almdudler runterzuspülen und an etwas Entspannendes, Unreizendes, Entkrampftes und am Besten noch sanft Plätscherndes zu denken, sowie währenddessen über die Umstände des heutigen Speiseplans zu reflektieren. Peace (please).



Müsli – handle with care
Donnerstag, 1. April 2010, 10:30
Abgelegt unter: Rezepte | Tags: , , , ,

Heute: Müsli. Es ist nämlich so, dass mir meine Gastroenterologin ein hauseigenes Müslirezept verschrieben hat, das ich bitteschön wirklich täglich morgens zu mir nehmen soll.

Verdauungsfördernde Müsli-Mischung

200g geschrotetes Getreide (Dinkel, Roggen oder Weizen)

200g geschroteter Leinsamen

200g Fertigmüsli (ohne Nüsse)

Frühstück:

2 Hände von der obigen Mischung

2 Stück Obst nach Wahl

plus Milch oder Joghurt

Beim 1. Ausprobieren dieser Mischung hat es mir den Verdauungapparat dermaßen durchgeputzt, dass ich mich bis einige Stunden nach Verzehr dieser Mords-Müsli-Mischung nur mehr in der Nähe von Toiletten aufhalten konnte.

Daher habe ich das Rezept wie folgt abgeändert, um den “Start in den Tag” nicht ständig mit grummelndem Magen-Darm-Trakt hinzulegen:

Verdauungsfördernde Müsli-Mischung á la Hanna

200g geschrotetes Getreide (100g Dinkel, 100g Roggen) – erhältlich zB bei Bio-Maran, dort stehen auch Getreidemühlen zum Schroten zur Verfügung

50g geschroteter Leinsamen (gibt’s schon fertig geschrotet zu kaufen, ebenfalls zB im Bio-Laden)

200g Fertigmüsli (ohne Nüsse) – zB Wellness-Müsli Pflaume-Apfel nach Bircher Art vom Hofer

Frühstück:

2 Hände von der obigen Mischung mit etwas heißem Wasser übergießen, kurz quellen lassen

2 Stück Obst nach Wahl – je nach Saison, vorzugsweise Zwetschken, Trauben, geriebene Äpfel

plus Milch oder Joghurt – oder Sojaerzeugnis

plus zB extra Rosinen, Zimt, oder Honig zum Pimpen

Getreide Triumvirat

Das Getreide Triumvirat: Dinkel, Roggen und Leinsamen - Schrot mit ein bisschen Korn.

Trockenmuesli

Die Trockenübung: Mischung des 3er-Schrots und der Fertigmüsli-Ergänzung, kräftig durchgeschüttelt.

Mmmh lecker Muesli

Fertig! Mmmh lecker Muesli. Hier in der Version mit Apfel, Zimt & Honig sowie 0,1%-Joghurt.

Meine erlesene Privat-Mischung lasse ich übrigens wie oben erwähnt mit heißem Wasser etwas vorquellen, dann schmeckt’s nicht so staubig und lässt sich auch leichter kauen. Happy Müsling!