… habe gerade als Nachmittags-Jause eine Portion Hummus mit Fladenbrot gegessen, weiß aber nicht ob das schon als Hauptmahlzeit gilt; ich also gleich ein Caricol nachwerfen sollte. Hab jetzt mal sicherheitshalber eines genommen, sonst komm ich ja nicht auf meine 1-3 Sticks pro Tag.
Hummus ist übrigens überhaupt super, sehr billig, extrem lecker und noch dazu dank der Kichererbsen (Hülsenfrüchte!) prima ballaststoffreich ergo verdauungsfreundlich. Die Credibility des Nasch-/Brunnen-/Karmeliter-Markt-Snacks ist sowieso bei Bobos, Hipstern und Lohas gleichermaßen anerkannt. Mein mittler Weile nicht nur von M., S. und den Legeps gelobtes Low-Fi Rezept geht so:
The 1 Minute Hummus
1 Dose Kichererbsen, vorgekocht (zB von Penny um EUR 0,89 = 800g Füllmenge, 450g Abtropfgewicht)
1 Teelöffel Tahina (= Sesampaste, gibt’s in jedem Geschäft das türkische / orientalische Lebensmittel führt)
1/2 Zitrone, gepresst
Kreuzkümmel (auch bekannt als Cumin), gemahlen
Knoblauch, entweder getrocknet als Pulver oder frisch und gepresst
Salz (reichlich)
Pfeffer
Olivenöl, reichlich, bis das ganze cremig wird
Wasser oder etwas Flüssigkeit aus der Dose
=> Einfach alles in eine Schüssel werfen und mit dem Pürierstab so lange bearbeiten bis ein cremiges, flaumiges, herrliches Hummus entsteht. Mit einer Zitronenscheibe, Paprikapulver oder frischer Petersilie garnieren!

Hummus (in der blauen Schüssel die Menge von 450g vorgekochten Kichererbsen aus der Dose) macht sich besonders gut als Teil eines Brunch-Buffets, ist aber auch zu allen anderen Tages- und Mahlzeiten erfahrungsgemäß gern gesehen.
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… ab heute wirst du in minutiöser Weise meinen Alltag mitverfolgen, von meiner Nahrungsaufnahme und Portionsgrößen über Symptome und Befindlichkeiten physiologischer und seelischer Natur bis zu Besonderheiten und Aktivitäten wie – laut Ausfüllanleitung – “Katze streicheln” (fehlt nur mehr die Katze).
| Datum | Uhrzeit | Lebensmittel und Zubereitung | Menge | Symptome und seelisches Befinden / Vorkommnisse | Medikamente |
Ich habe dich voller Pflichtbewusstsein auf dem virtuellen Schreibtisch meines dunkel-weiß-fast-grauen portablen Heimrechners platziert und schwöre dir hiermit temporäre Treue. Ich will dir allerdings an dieser Stelle gleich gestehen: Ich bin keine Jungfrau mehr – habe ich doch schon im Jahr 2007 im Rahmen einer Shiatsu-Therapie 2 Wochen lang einen solchen Report geführt. Schon damals war der eigentliche Effekt die Selbstenthüllung, namentlich das Mitschreiben aller Zwischenmahlzeiten und unschuldigen Snacks, der Junkfood-Präsenz und Einseitigkeiten (5 Tage / Woche Pasta?! Caro Diario, Aiutami!), die in schriftlicher Form einem den Spiegel der minderwertigen Alltagsernährung vor die Nase halten. Der tatsächliche Aufhänger des Reports, nämlich die Analyse der Ernährungsgewohnheiten durch die Shiatsu-Therapeutin, war dazu eigentlich eher sekundär – der daraus resultierende alternative Ernährungsplan (“unterstützende” und weniger positive Nahrungsmittel, beispielsweise eine Vielfalt an Getreidesorten zur Stärkung der Meridiane Magen/Milz, Herz/Dünndarm und Lunge/Dickdarm) nur sehr kurze Zeit diszipliniert und durch gezielte Meridian-Übungen begleitend verfolgt, wenig später feierte der innere Schweinehund fröhliche Urständ’ und der 08/15-Junk war wieder an den Tagesordnung.
Doch zurück ins Jetzt: Mein erster Eintrag betreffend meiner Frühstücksaktivität hat mir beim erneuten Korrekturlesen – das Ganze geht ja schließlich an Frau Gesundheitsberaterin, man will sich ja nicht mit flüchtigen Tippfehlern blamieren – ein Stirnrunzeln, gefolgt von einem lauten “D’oh!!!” entlockt. Steht doch dort, in Abbildung der Wahrheit und nichts als der Wahrheit:
| Müsli (Mischung laut Gastroenterologin)
geriebener Apfel mit Schale, Joghurt 0,1% Kaffee mit Vollmilch |
1 Handvoll
je 1/2 2 Tassen |
Starkes Hungergefühl beim Aufwachen
Leichte Übelkeit nach dem 2. Kaffee |
Ergo: Die reflexive Tätigkeit des Niederschreibens mündet erneut mit sofortiger Wirkung in autotherapeutischer Selbsterkenntnis. Daher Empfehlung an alle, die einfach mal zwischendurch ihren Ernährungsstil unter die Lupe nehmen wollen: Ernährungstagebuch führen. Da lassen sich schon mal auf die Schnelle die gröbsten Gewohnheiten ablesen. Und ich grüble inzwischen darüber, wie ich meine Cafe Latte Sucht in den Griff bekomme.
” ‘To Start Press Any Key’. Where’s the ANY key?”
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Nein, ich steig jetzt nicht ins Model-Business ein. Aber: Habe gerade mein erstes Nahrungsergänzungsmittel, namentlich “Caricol” eingenommen. Schmeckt… befremdlich. Kommt geschmacklich ungefähr wie eingeweichte, pürierte Trockenfrüchte mit Kopfnote Dörrpflaume und Herznote Trockenfeige daher. Es handelt sich auch tatsächlich um Fruchtbrei in stickförmigen Sachets; zur Einnahme reisst man das Sachet auf und presst den Inhalt direkt in den Mund. Laut Produktbeschreibung bestehend aus 100% biologischen, baumgereiften Papayafrüchten – frei von Gentechnik, Konservierungs- & Farbstoffen, Verdickungsmitteln, Gluten, Lactose, Soja oder Hefen. Also, nichts wie runter damit, wir wollen uns ja etwas Gutes tun. Meine Hauptmahlzeit übrigens war Rote Rüben Salat und Fladenbrot mit Gemüse-Kräuter-Aufstrich, sowie 2 Ferrero Rocher (hach, Geburtstagsüberbleibsel darf man ja nicht verkommen lassen).
Übrigens, wer Caricol googelt, der findet als zweites Suchergebnis folgenden Satz:
“Gesundheit fördert einen friedvollen Geist; hier beginnt der Weltfrieden.”
Dieses Zitat stammt angeblich von Supreme Matriarch Ji Kwang Dae Poep Sa Nim, Erfinderin von CARICOL.
In diesem Sinne: Auf den Weltfrieden! Prost, Papaya!
Und meine Wenigkeit wirft sich nun wieder in den nahgelegenen Prater, dort wird mit den Damen L., R. und B. geslacklined (a.k.a. slacken!) und die Sonne genossen. Spring, it’s spring!
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Hurra, es geht los! Parallel zur Erstellung meines Diplomprojektes darf ich hier an meinem Gesundheitszustand basteln und frei nach dem Motto “Der Darm ist die Wurzel der Pflanze Mensch” meinen Verdauungsapparat pünktlich zur Frühlingszeit auf Touren bringen. With a little help from my friends, of course. Denn das ominöse Paket von 10.3. ist… bis obenhin mit Papaya-Fruchtzubereitung gefüllt. Caricol nennt sich das, per Produktbeschreibung ein enzymhaltiges Nahrungsergänzungsmittel, wird in Sticks zu je 20ml gereicht und soll…
“… eine irritierte, geschwächte oder gestörte Verdauung regulieren oder fördern.”
For your daily smile, sagt der Werbebutton mit dem Happy Buddah drauf. Also ungefähr so?
Ob die Papaya-Pampe wohl meine seit 2006 immer wieder aufflammenden krampfartigen Magenschmerzen und die flimmernde Oberbauchgegend beruhigt? Jedenfalls immer noch besser als wenn mein Verdauungsapparat auf die Größe einer Van Lieshoutschen Skulptur (mehr dazu in Wort & Bild soon…) anschwillt, nehme ich an. Also ab sofort 1-3 Portionen pro Tag, vorzugsweise nach den Hauptmahlzeiten. So be it!
Meine ohnehin reizgebeutelte Wenigkeit wurde heute vom freundlichen Mitarbeiter eines Paketdienstunternehmens aus dem Schlaf gerissen. Und nachdem das Türklingel-wiederholt-ignorieren, doch-Augen-halböffnen, aus-den-Federn-kriechen, Bademantel-suchen und schlussendlich Schlüssel-finden seine paar Minuten in Anspruch genommen hatte, stand mir dann beim Öffnen der Wohnungstüre nicht nur ebenjener Paketdienstmitarbeiter, sondern auch das nette Nachbarspärchen gegenüber, das gerade im Begriff war, an meiner statt die Sendung entgegenzunehmen. Nach meinem Blick, der in etwa “Was, es ist 09:30 Uhr, man wird als Quasi-Studentin doch bitteschön noch den gesunden Vormittagsschlaf pflegen dürfen?!” zum Ausdruck brachte, zogen sich Herr & Frau NachbarIn wieder zurück, und ich durfte nach bei Anlauf N° 3 vollbrachter elektronischer Unterschrift das Paket empfangen.
Und jetzt steht ebenjenes Paket neben meinem Schreibtisch. Aber: Es wird noch nicht geöffnet! Ich nehme zwar stark an dass es sich um einen Liebesbrief meiner Gesundheitsberaterin handelt – doch das Baby liegt noch im Geburtskanal. Bub oder Mädchen? Bakterienkultur oder Magentee? Darmentschlackung oder Vitalstoffzufuhr? Wir bleiben gespannt.
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… er befindet sich allerdings noch in den Wehen. Erste Babyfotos und Livebericht soon!
Die Geburtshelferin
